Meditation

Meditation ist eine spirituelle Praxis, die von vielen Kulturen ausgeübt wird. Es geht darum, den Geist zu beruhigen und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Das baut Stress ab und soll sogar das Bewusstsein erweitern. Mit welchen Techniken bei der Meditation gearbeitet wird, ist sehr unterschiedlich: Manche Meditationen funktionieren im Gehen oder Tanzen, manche brauchen Trommeln oder andere musikalische Elemente. Am weitesten verbreitet sind jedoch Meditationsformen, die in aller Stille ablaufen.

Übrigens: Auch „Achtsamkeit“ ist eng mit der Meditation verbunden. Schließlich geht es auch bei der Meditation darum, aufmerksamer und offener für die kleinen Dinge zu werden.

10 Tipps, um meditieren zu lernen

Keine Wunder erwarten 

Einen passenden Ort schaffen

Bequeme Kleidung

Ablenkungen ausschalten

Eine angenehmen Meditationshaltung wählen

Mit kurzen Meditationseinheiten beginnen (ca. 10 Minuten)

Aufziehende Gedanken einfach ziehen lassen

Regelmäßig üben

Durchhalten, gerade in der ersten Zeit

Sanft aus der Meditation zurückkommen

Keine Wunder erwarten

Die ersten Übungen im Meditieren sind einfach, zur Meisterschaft bringt man es aber nicht in kürzester Zeit. Seien Sie nicht frustriert, wenn das Meditieren am Anfang schwer fällt oder wenn Sie vielleicht das Gefühl haben, es würde gar nicht viel bringen. Jede Übung bringt Sie vorwärts und hilft Ihnen, ein kleines Stückchen mehr zur Ruhe zu kommen. Um die großen Weisheiten zu erfahren, auch in schwierigsten Situationen zu entspannen oder womöglich sogar das Bewusstsein zu erweitern, muss man allerdings lange üben.

Einen passenden Ort schaffen

Ideal ist es, wenn Sie immer wieder am gleichen Ort meditieren. Der Vorteil: Nach einiger Zeit schaltet Ihr Geist schon auf Entspannung um, wenn Sie den Ort nur betreten. Ein geeigneter Meditationsort sollte schön eingerichtet sein und möglichst wenig Ablenkung bieten. Sie können zum Beispiel ein kleines Tischchen oder ein Regalbrett mit einer Kerze, ein paar Blumen und einem inspirierenden Bild zu einem wunderbaren Meditationsort machen. Wenn Sie keinen dauerhaften Ort einrichten möchten, genügt es auch, eine bestimmte Matte oder ein Kissen jedes Mal bei der Meditation zu benutzen. Wenn Sie auch das nicht möchten: Es geht natürlich auch ganz ohne festen Platz. Wenn Sie regelmäßig meditieren, wird es Ihnen aber wahrscheinlich gut tun.

Bequeme Kleidung

Nichts ist nervtötender als ein kneifender Hosenbund oder ein zu enger Kragen bei der Meditation. Solche kleinen Störfaktoren wirken sich in der Ruhe der Meditation plötzlich sehr stark aus und sind einfach unangenehm. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie bequeme Kleidung tragen, die Sie nicht einengt. Sie sollte außerdem zur Temperatur passen, sodass Sie nicht frieren, wenn Sie eine Weile unbewegt bleiben.

Ablenkungen ausschalten

Während Ihrer Übung sollten Sie nicht gestört werden. Sagen Sie deshalb Ihren Familienmitgliedern Bescheid oder wählen einen Zeitpunkt, an dem Sie alleine im Haus sind. Ganz wichtig: Schalten Sie Ihr Handy aus oder legen Sie es in einen anderen Raum, wo Sie es nicht hören können. Idealerweise stellen Sie auch noch die Türklingel ab. Dann können Sie ungestört mit Ihrer Meditationsübung beginnen.

Wählen Sie eine angenehme Meditationshaltung

Typische Haltung bei der Meditation

Die typische Meditationshaltung ist eine Variation des Schneidersitzes. Das muss aber nicht sein, Sie können zum Beispiel auch auf einem Stuhl sitzen oder mithilfe eines Meditationskissens auf dem Boden knien. Auch im Liegen ist eine Meditation gut möglich, allerdings besteht dabei die Gefahr, dass Sie schnell einschlafen, das ist natürlich nicht im Sinn der Meditation. Wenn Sie sitzen oder knien, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Rücken möglichst gerade und aufrecht ist.

Mit kurzen Meditationseinheiten beginnen

Stundenlange Meditationen sind am Anfang kaum machbar und für Ungeübte meist sehr unangenehm. So eine lange Dauer ist auch gar nicht nötig. Einheiten von fünf oder zehn Minuten reichen für den Anfang völlig.

Aufziehende Gedanken einfach ziehen lassen

Bei fast allen Meditationen geht es darum, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Was so einfach klingt, kann furchtbar schwer sein. Am Anfang werden Sie sich wahrscheinlich alle paar Sekunden dabei ertappen, dass Sie doch einem Gedanken nachhängen. Das ist ganz normal. Wichtig ist, dass Sie sich dann nicht ärgern, sonst wird Ihre Ablenkung noch viel größer. Schieben Sie den Gedanken einfach liebevoll beiseite und kehren zurück zu Ihrer Übung. Nach und nach wird Ihnen das immer leichter fallen.

Regelmäßig üben 

Wie bei vielen anderen Dingen kommt es auch bei der Meditation auf regelmäßige Übung an. Je häufiger Sie meditieren, umso leichter fällt es Ihnen und umso tiefer kommen Sie in die Entspannung. Ideal wäre es, täglich zu üben, aber auch zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche sind schon super.

Durchhalten

Beim Meditieren tut man (zumindest oberflächlich betrachtet) gar nichts. Das ist für die meisten Menschen sehr ungewohnt. Kein Wunder, dass Körper und Geist sich erst mal dagegen wehren. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie schon nach kurzer Zeit den unwiderstehlichen Drang verspüren, aufzustehen. Oder wenn Ihnen plötzlich die Nase juckt, der Rücken wehtut und die Füße kalt werden. Vielleicht sind Sie auch während der Übung absolut überzeugt davon, dass es völliger Blödsinn ist, mit dem Meditieren weiterzumachen. Halten Sie trotzdem durch! Am Anfang sind es ja nur wenige Minuten, das ist wirklich schaffbar. Sie werden sehen: Nach und nach werden diese Abwehrreaktionen spürbar schwächer.

Kommen Sie sanft aus der Meditation zurück

Beim Meditieren können Sie entschleunigen und aus dem Hamsterrad des Alltags für ein paar Minuten aussteigen. Sofort nach der Übung wieder in dieses Hamsterrad einzusteigen, wäre schade. Nehmen Sie sich nach der Meditation noch ein paar Minuten, um wieder richtig im Alltag anzukommen. Wenn Sie mögen, trinken Sie ein Glas Wasser oder essen Sie eine Kleinigkeit, strecken Sie sich oder klopfen Sie sich sanft ab. All diese körperlichen Reize helfen Ihnen, sich wieder voll in der Wirklichkeit zu verankern.