Waldbaden?

Waldspaziergänge, Kräuter- und Pilzwanderungen dies alles kennen wir.
Bewegung im Wald tut gut – vor allem dann, wenn man die Natur mit allen Sinnen wahrnimmt.
Aber was ist mit Waldbaden gemeint?

Immer häufiger taucht dieser Begriff in unseren Medien auf.
Der Begriff „Waldbaden“ ist aus dem japanischen „Shinrin Yoku“ übernommen, was so viel bedeutet wie: „Eintauchen in die Waldatmosphäre“. 
Beim Waldbaden geht es darum, auf intensive Art und Weise mit dem Wald auf ‚Tuchfühlung‘ zu gehen, seine Sinne zu öffnen, ins Spüren zu kommen und den Wald intensiv wahrzunehmen.

Waldbaden wirkt!
In Japan ist Waldbaden bereits ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, denn viele Studien konnten dessen Wirksamkeit belegen.
Der Wald erzeugt ein besonderes Klima. Die Kronen der Bäume halten die Sonnenstrahlen ab, die Bäume verdunsten Wasser, was zu kühleren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit führt. Nebenbei werden Sauerstoff und ätherische Öle freigesetzt. 

Ein Aufenthalt im Wald, so zeigten Untersuchungen, senkt den Blutdruck und reduziert Stresshormone. Doch der heilsame Effekt geht noch viel weiter. Forscher haben herausgefunden, dass der Körper vermehrt Killerzellen produziert. Das sind jene machtvollen Abwehreinheiten des Immunsystems, die Krankheitserreger und potenzielle Tumorzellen bekämpfen. Das Grün der Bäume soll laut Farbpsychologie außerdem die Nerven beruhigen und ebenfalls stimulierend auf das Immunsystem wirken.

Aber Bäume haben noch eine ganz andere Wirkung auf den Menschen:

Unseren Vorfahren waren Bäume heilig. Die Menschen waren immer schon eng mit den Bäumen und dem Wald verbunden, sowohl wirtschaftlich als auch religiös. Kelten und Germanen verehrten vor allem große, uralte Eichen und brachten dort ihre Opfer dar. Heute können wir kaum ermessen, wie tief die Beziehung zu ihren heiligen Hainen in dieser Zeit war, aber eine Inspirationsquelle sind Wald und Bäume immer noch.

Sie bewegen etwas im Menschen und bringen die Seele zum Schwingen.